An einem sicheren Ort

Wenn ich mit anderen darüber spreche, wie mich Spiele fesseln können, geht es oft um die interessante Handlung, das möglichst innovative Gameplay oder die möglichst fotorealistische Grafik. Wie sich ein Spiel anfühlt, scheint auch für mich nur davon abzuhängen. Welche Musik dabei gerade läuft? Ist doch häufig reine Geschmackssache, manchmal auch einfach total egal!

Es gibt aber ein Genre, bei dem die Musik das Spielgefühl maßgeblich verändert: Horror-Games. Wenn darüber diskutiert wird, ob das erste Resident Evil nun eher ein Action- oder ein Horrorspiel ist, wird meist darüber gesprochen, wie die fixierte Kamera oder die sogenannte Panzer-Steuerung dazu beiträgt. Dabei reicht es eigentlich schon, die Ohren zu spitzen! Denn Musik und Geräuschen kommt in diesem Genre eine ganz besondere Bedeutung zu. Harmlose Situationen müssen auf mich beklemmend wirken. Stille vermittelt Isolation. Plötzlich einsetzender Lärm drückt unmittelbare Gefahr aus.

All das passiert in Resident Evil. Aber vor allem gibt es da diese eine Melodie, bei der sich endlich das Gefühl von Sicherheit einstellt: Das Save Room Theme von Masami Ueda. Denn nur in den Speicherräumen weiß man, dass man für einen Moment geschützt ist, durchatmen kann und seinen Fortschritt speichern. Das macht es zu einem besonderen Sound – der Hymne des Überlebens in diesem Survival-Horror-Meilenstein.


Resident Evil ist 1996 für die PlayStation erschienen. Das Spiel wurde 2002 für den Nintendo GameCube als Remake neu aufgelegt und mittlerweile auf zahlreichen weiteren Plattformen veröffentlicht – aus dieser Version stammt auch das hier vorgestellte Save Room Theme.

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